Zum 60. Geburtstag unserer Verbindungsstelle

60 Jahre IPA Verbindungsstelle Bork e.V.

Arthur Troop, ein englischer Polizeisergeant, konnte bei der Gründung der „International Police- Association“ im Jahre 1950 nicht ahnen, welchen Erfolg er damit weltweit haben würde. Nur wenige Jahre nach ihrer „Geburt“ war die Vereinigung von Polizisten bereits über die Grenzen Englands hinaus bekannt.

So auch in Deutschland, denn bereits 1955 wurde die „IPA Deutsche Sektion“ in Hiltrup gegründet und noch im gleichen Jahr die IPA-Landesgruppe NRW.

Nur ein Jahr später waren die Borker Gründerväter vom IPA-Gedanken „Servo per Amikeco“ oder „Dienen durch Freundschaft“ überzeugt.

Heinrich Ikier                                                           und                                             Kurt Hammer    

 

 

 

 

 

 

und Eberhard Haupt gründeten 1956 mit weiteren 35 Sammbeamten die IPA-Verbindungsstelle Bork.

Auszubildende durften auf Weisung der Deutschen Sektion noch nicht aufgenommen werden, das war erst ab 1978 möglich.

Den ersten Vorstand der Verbindungsstelle Bork bildeten die Gründungsmitglieder. Kurt Hammer war 1956 erster Verbindungsstellenleiter, Hermann Benholz Sekretär und Heinrich Ikier Kassenwart. Bereits in den ersten Jahren gab es aufgrund tragischer Ereignisse Probleme  in der Verbindungsstelle, die ein „Fuß fassen“ der IPA innerhalb des Stammpersonals verhinderten. Davon ließen sich aber die Mitglieder nicht beeinflussen und dank des Engagements von Heinrich Ikier, Helmut Tödter und Manfred Bittrolff wurde verlorenes Vertrauen zurück- und neue Mitglieder hinzugewonnen.

In den folgenden Jahren verstärkten sich die Aktivitäten in der Verbindungsstelle, Fahrten ins europäische Ausland fanden regelmäßig statt. Natürlich erfolgten Gegenbesuche, dem IPA-Gedanken „Dienen durch Freundschaft“ wurde Rechnung getragen.

Die IPA wurde in Polizeikreisen bekannter, aber eine vollständige Anerkennung auf breiter Ebene fehlte noch. Veränderungen mussten her und um die Reputation zu verbessern, entschloss man sich, jeweils den Leiter des Abteilungsstabes bzw. den Ausbildungsleiter der Bereitschaftspolizeiabteilung zum Verbindungsstellenleiter zu wählen. Ein Grund war auch, dass man glaubte „Türen öffnen“ zu können, wenn es z.B. um das „know how“ der Liegenschaft ging.  Von 1982 – 1993 waren deshalb Beamte des höheren Polizeidienstes als Verbindungsstellenleiter tätig. Allein „herrschen“ geht nicht, verlässliche Mitarbeiter sind wichtig.

Die neue Generation der Verbindungsstellenleiter zollte ihren Vorstandsmitgliedern hohes Lob, denn deren Ehrgeiz, beständige Mitarbeit und Repräsentation nach außen ließen die IPA-Bork erfolgreich sein.

In diese Zeit fiel auch die Wiedervereinigung Deutschlands, die sich positiv auf die Kontakte der Verbindungsstelle auswirkte. Persönliche Kontakte einiger Mitglieder in die „neuen Bundesländer“ führten zu neuen Freundschaften.

Tradition wurde schon damals groß geschrieben. Die ersten und noch heute durchgeführten Veranstaltungen wie „Grünkohlessen“ und „Grillabende am IPA-Haus“ fanden ihren Anfang.

Apropos IPA-Haus, das IPA-Haus wurde in dieser Zeit hergerichtet und erhielt 1988 die offizielle Anerkennung. Übrigens, „Oberst Manni“ (Manfred Bittrolff) ein Fossil in IPA-Kreisen, sorgt bis heute dafür, dass man sich hier wohlfühlen kann.

Ab 1993 übernahm Herbert Krusel die Leitung der Verbindungsstelle Bork.

 

 

 

An seiner Seite hatte er einen Mann, der immer mit großem Eifer bei der Sache war. Der unvergessene Polizei-Landespfarrer Siegfried Förster.

Er war bis zu seinem plötzlichen Tod im Jahre 2005 Sekretär der Verbindungsstelle. Unvergessen sind seine Kontakte nach Österreich und Frankreich und die damit verbundenen Fahrten und Freundschaften.

Durch die Unterstützung des Landes NRW für Lettland (unter Einbindung des heutigen LAFP) wurde bei vielen IPA-Freunden der Gedanke an „Gemeinsame Fahrten IPA und Kirche“ nach Riga laut. Es gab die ersten Begegnungen, denen ab 1997 noch viele weitere folgten. Durch die dienstlichen Kontakte von Konrad Bröker erfolgten weitere Fahrten, auch in die anderen baltischen Länder Litauen und Estland.

Oftmals stand dabei das soziale Engagement im Vordergrund. Mehrere LKW-Ladungen mit Hilfsgütern gingen nach Lettland.

Immer wiederkehrende Veränderungen der Organisationsstrukturen in der Liegenschaft brachten auch Probleme in der Arbeit der Verbindungsstelle mit sich. Stammpersonal wechselte, Mitgliederzahlen schrumpften. Als Konrad Bröker 2005 die Verbindungsstelle übernahm, zählte sie gerade noch 250 Mitglieder. Für Konrad galt: „Am Bewährten festhalten und Neues entdecken“, dann geht es wieder bergauf.

Zum 55jährigen Bestehen der Verbindungsstelle im Jahre 2011 zählte diese bereits wieder 555 Mitglieder. Die IPA-Arbeit wurde in den zurückliegenden Jahren allerdings auch immer wohlwollend durch die Behördenleitung des LAFP NRW, insbesondere durch Dieter Schmidt

begleitet und unterstützt. Das positive Zusammenwirken von IPA und Behörde bekräftigte IPA-Freund Dieter Schmidt durch Beispiele, nämlich der verstärkten Einbindung der IPA in die Freizeitbetreuung ausländischer Polizeikolleginnen und -Kollegen oder der Mitgestaltung beim „Tag der offenen Tür“ anlässlich des 60jährigen Bestehens der Liegenschaft im Jahre 2011.

Als Dank für die herausragende Gastfreundschaft und Offenheit gegenüber der IPA wurde das LAFP NRW 2014 mit dem Freundschaftspreis der IPA Deutsche Sektion, der „Nürnberger Kanne“ ausgezeichnet, der vom Direktor des LAFP NRW Dieter Schmidt gerne entgegengenommen wurde.

Ein wenig stolz kann die Verbindungsstelle der IPA Bork auch sein, sind doch aus ihr zwei Sekretäre der Landesgruppe hervorgegangen. Sogar das Amt des IPA-Präsidenten der Deutschen Sektion wurde in den Jahren 1993 – 1996 von einem Borker IPA-Freund, nämlich Horst Tiemann bekleidet.

Zu Ehrenmitgliedern der IPA Deutsche Sektion wurden Heinrich Ikier, Horst Tiemann und Werner Jockheck ernannt.

 

Und… seit 2007 ist Konrad Bröker als Beisitzer im Landesvorstand tätig.

 

Und… wir zählen zwischenzeitlich mehr als 650 Mitglieder und damit zu einer der größten Verbindungsstellen in NRW.

 

 

 

Vergangenheitsbewältigung ist für die IPA-Verbindungsstelle Bork e.V. kein Tabu. Auf dem Gelände der heutigen Liegenschaft des LAFP NRW befand sich während des Zweiten Weltkrieges eine Munitionsanstalt. Bei einem Bombenangriff der Alliierten im März 1945 starben hier neben vielen Soldaten und Zivilisten auch Sowjetische Fremdarbeiter.

Die Grabstelle auf dem Borker Friedhof für diese Fremdarbeiter wird von unserer Verbindungsstelle gepflegt.

 

Die IPA-Verbindungsstelle Bork hat seit Jahren ein Herz für die Kinder entdeckt, die „nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“. Die aus den Traditionsveranstaltungen „Mai- Sommer- oder Oktoberfest“ erwirtschafteten Gewinne werden gespendet. Das soziale Engagement in Form von Sach- und Geldspenden bezieht sich aber nicht nur auf lokale soziale Einrichtungen, sondern auch auf soziale Projekte in Lettland und Ghana.

Die hervorragenden Bedingungen im LAFP und die besonderen Aktivitäten der IPA-Verbindungsstelle Bork haben dafür gesorgt, dass Bork in Polizeikreisen weltweit ein Begriff ist.

IPA-Freunde aus Österreich, Belgien, England, Estland, Finnland, Griechenland, Ungarn, Island, Litauen, Lettland, den Niederlanden, Polen, Rumänien, Russland, Südafrika, Sri Lanka und Schweden zählen zu den ständigen Gästen der Verbindungsstelle. Gegenseitige Besuche und Reisen haben diese Freundschaften so verstärkt, dass man sie schon als „familiär“ bezeichnen muss.

Seit 2006 finden alle zwei Jahre Internationale IPA- Freundschaftstreffen in Selm-Bork statt.Jeweils mehr als 200 IPA-Freundinnen und – Freunde aus den unterschiedlichsten Nationen verbringen bei uns unterhaltsame Tage und pflegen alte bzw. knüpfen neue Freundschaften.

Denn: „Um einen Freund zu sehen, ist kein Weg zu weit“.

So wird es auch im Jubiläumsjahr 2016 sein, wir feiern den 60. Geburtstag und freuen uns auf das VI. Internationale IPA-Freundschaftstreffen.

 

„Servo per Amikeco“

oder „Dienen durch Freundschaft“

Zusammengestellt von Heiner Minzel

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