Niemals geht man so ganz….

 

Emotionaler Verabschiedung von Peter Rehbold

… aber, niemals geht man so ganz…

Das hatte unser IPA-Freund und „Noch-Kantinenpächter“ sicherlich nicht erwartet…

Noch ein paar Tage sind es, bis Peter endgültig und unwiderruflich die Kantine des LAFP mit all ihren gastronomischen Anhängseln wie „Taverne“, „Tenne“ und „IAF-Point“ an seinen Nachfolger Michael übergibt.

Doch seine offizielle Verabschiedung wurde um ein paar Tage vorverlegt. Das Wetter passte eigentlich gar nicht zu einem Abschied oder doch, wenn man den strahlend blauen Himmel und die sommerlichen Temperaturen mit Ruhestand, Urlaub oder Nichtstun verbindet.

Jedenfalls hatte Eventmanager Konrad Bröker einen guten Plan ausgearbeitet und der steckte voller Überraschungen für unseren Freund Peter. Durchgesickert war, dass er wohl am Donnerstag von zu Hause abgeholt werden würde, aber was dann noch folgen sollte, hat er sich sicherlich nicht in seinen kühnsten Träumen ausmalen können.

Früh am Morgen waren die Protagonisten aufgebrochen, um den vorgegebenen Zeitplan einzuhalten. Denn wo historische Fahrzeuge zum Einsatz kommen, kann es schon mal haken. Aber vorweg, es ging alles gut.

Pünktlich um 08.00 Uhr wurde es in der sonst ruhigen Wohngegend bei Peter plötzlich laut und „neblig“, was aber nicht am Wetter lag. Nein, es war unser historischer Streifenwagen, ganz in grün-weiß gehalten, fürchterlich knatternd und fauchend, ein „Wartburg“, gesteuert von Kai, der vor der Haustür anhielt und den neugierige Blicke aus den umliegenden Häusern bestaunten. Und natürlich Peter staunte nicht schlecht, als dazu noch eine Abordnung eintraf. Hektisch versuchte er der Sache Herr zu werden, wollte Kaffee kochen und Canapés zubereiten. Aber keine Chance, es war etwas anderes geplant.

Also, Peter, rein in den „Wartburg“ und mit Geknatter und viel, viel Qualm ging die Fahrt durchs bergische Land. Fast pünktlich traf Peter am IBZ Schloss Gimborn ein.

Die nächste Überraschung wartete auf ihn, denn vor dem Schloss warteten einige seiner Weggefährten aus seiner 13jährigen Tätigkeit in Bork. Herzliche Umarmungen waren die Folge aber auch schon sehr bewegende Momente.

Doch nun war ein gemeinsames Frühstück in der Turmstube angesagt und das ließen sich alle schmecken.

Noch ein wenig plaudern, alte Zeiten aufleben lassen, ein Gruppenfoto mit Damen, dann ging‘ s weiter.

Ein weiteres historisches Fahrzeug wartete auf Peter. Ein Einsatzführungsfahrzeug der Feuerwehr , im Originalzustand, hergerichtet und gefahren von Manuel, lud zur Weiterfahrt ein.

Begleitet von einem zwischenzeitlich angewachsenen Konvoi führte die Fahrt nach Herdecke. Es war Mittag und Zeit für einen kleinen Imbiss. Staunend und ratlos stand Peter im Kreis seiner Weggefährten und Freunde und ahnte doch nicht, was noch alles auf ihn zukommen sollte.

Nun führte die Route in Richtung Bork, aber während der Konvoi dort hin fuhr, machte Peter noch einen Abstecher. Ein weiteres Schloss stand auf dem Programm, das Schloss Cappenberg. Für Peter unbekanntes Terrain, denn dort war er noch nie. Im Schlosshof wurde bei einem kühlen Getränk eine kurze Rast eingelegt. Während die „Reisegruppe“ im Schatten ausruhte, brummte es und ein quäkendes Signalhorn ertönte an einem waldgrünen Fahrzeug. Achim steuerte einen historischen Opel Blitz-Mannschaftswagen über den Innenhof des Schlosses.

Dann hieß es für Peter Platz nehmen im Opel Blitz und gemeinsam in Richtung LAFP fahren. An der Zufahrt des LAFP ertönten dann die Signalhörner der historischen Fahrzeuge und kündigten Peter‘ s Ankunft an seiner alten Wirkungsstätte an.

Doch was war denn hier los? Als Peter den Opel Blitz vor der Kantine verlassen wollte, wurde er von warteten Scharen Bediensteter, Freunde, Mitarbeiter und Bekannte mit riesigem  Beifall, der gar nicht aufhören wollte, begrüßt.  Es verschlug Peter die Sprache und es dauerte doch einen Moment, bis er sich gefasst hatte, denn damit hatte er sicherlich nicht gerechnet.

Es sollte weiterhin emotional bleiben, denn Ltd. Direktor Uwe Thieme „rechnete“ mit Peter ab. In seiner teils witzig vorgetragenen Rede schilderte er die Jahre, die Peter im LAFP tätig war. So manche Anekdote rief bei den Anwesenden ein Schmunzeln hervor, für viele Ausführungen gab es anhaltenden Beifall. Es war eine wirklich gelungene und zutreffende Beschreibung der 13 Jahre.

In der Kantine warteten die Sänger des Männergesangverein Union Bork, die es sich nicht nehmen ließen, Peter mit einem Ständchen zu begrüßen.

Mit neunen Gästen führte der Weg nun zum Campus, wo eigentlich das VIII. Sommerfest starten sollte. Doch dass musste noch warten, denn weiterhin stand Peter Rehbold im Mittelpunkt. Mit Werner Dominke, der als Moderator auftrat, gab es weitere Überraschungen für Peter. Konrad Bröker, Leiter de IPA-Verbindungsstelle Bork und Organisator der „Abschiedstournee“, lobte in einem Kurzvortrag Peter als herausragenden Gastgeber, Spitzenkoch, Superfreund und Globetrotter und überreichte ihm zusammen mit Dirk Zühlke, IPA-Landesgruppenvorsitzender, einen Reisegutschein, der ihm eine Reise an noch unbekannte Ziele ermöglichen soll.

Gerd Wolff, als Vertreter der Bediensteten, erhöhte mit seinem Reisegutschein die Chance für Peter auch wieder nach Hause zu kommen.

Zwischendurch lockerten die Sänger die doch bewegenden Momente mit eher fröhlichen Liedern auf.

Und auch die Nachfolge von Peter wurde vor Ort geregelt. Peter übergab unter großem Beifall an Michael symbolisch den Schlüssel für die Kantine.

Nachdem die estnischen IPA-Freunde sich von Peter als Kantinenwirt verabschiedeten, wurde es sehr emotional. Aus den Lautsprechern ertönte das weltbekannte Lied von Trude Herr, Wolfgang Niedecken und Tommy Engel…“Niemals geht man so ganz…“

Tja und da war es geschehen…Tränen liefen…

Und…es war immer noch nicht Schluss, plötzlich ertönte Marschmusik und eine Abordnung der Bürgerschützengilde St. Stephanus Bork mit dem neu gegründeten Spielmannszug marschierte auf den Platz am Campus. Vorsitzender Heinz-Willi Quante und auch das amtierende Königspaar verabschiedeten  sich von Peter.

Das war‘ s aber dann, endlich konnte und durfte sich Peter bei allen herzlichst bedanken. Man merkte ihm an, dass er einen ereignisreichen, wunderbaren, aber auch sehr emotionalen Tag erlebt hatte.

Wir werden ihn vermissen, aber als IPA-Freund bleibt er uns ja Gott sei Dank erhalten…

Danke Peter, für all‘ die Jahre, wir verneigen uns vor dir…………

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